Gedanken zu Blogschließungen / Instagram only?

Es macht mich traurig, wie viele Blogschließungen ich in letzter Zeit gesehen habe. Geschuldet ist dieser “Trend” natürlich der DSGVO, die am 25.05.2018 in Kraft tritt. Es waren auch viele Leute dabei, die eh kaum noch gebloggt haben, wo es dann nur noch der fehlende Anstoß war diesen Entschluss zu fassen. Wäre dieser ganze Wirbel um die DSGVO aktuell nicht wären viele Blogs aber sicherlich trotzdem online geblieben.

Was soll ich sagen, ich kann die Blogger verstehen, die ihren Blog dicht machen. Besonders natürlich diese, die eh kaum noch was machen, da lohnt sich der Aufwand natürlich dann nicht so wirklich. Auch ich selbst hatte zwischendurch diese Gedanken in der Überforderung, habe sie aber relativ schnell wieder ausgeschlagen. Es kostet viel Zeit und Mühe sich in das Thema einzulesen, aber mein Blog ist ein so schönes Hobby für mich und daher will ich ihn nicht aufgeben.

Eine Sache die mir aber aufgefallen ist, die ich irgendwie mal ansprechen wollte.

Viele machen ihren Blog zu, machen dann aber auf Instagram weiter!

Dieser Gedanken kam mir auch kurz, aber dann ratterte mein Kopf und fragte sich…wenn ich keine eigene Seite mehr habe, wie soll ich dann bei Instagram mein Impressum anzeigen lassen? Da Instagram im Ausland sitzt, wo es die Impressumspflicht nicht gibt bieten sie eben keine Möglichkeit an das einzubinden. Daher nutzt man als Blogger die Biografie oder das Linkfeld für den Link zum Impressum. Ohne einen Blog habe ich aber auch keinen Link zum Impressum.

Was viele dabei vergessen oder ignorieren, sobald der Instagram Account nicht rein privater Natur ist, besteht Impressumspflicht. Und spätestens wenn man PR-Samples zeigt oder gar bezahlte Inhalte dann ist es wohl klar, dass das nicht mehr als privat zählt. Entweder dürfte man solche Inhalte dann nicht mehr zeigen (müsste man ggf. auch alte Inhalte löschen, da man ja nun ohne Blog kein Impressum mehr vorweisen kann?) oder es besteht eben auch hier die Gefahr, dass man wegen fehlendem Impressum abgemahnt werden könnte?!?!  (Für Facebook gilt das übrigens auch – einen entsprechenden Beitrag dazu findet man z. B. auf it-recht-kanzlei.de).
Das gleiche kann man sich natürlich auch für reine Insta-Blogger (ich weigere mich das hässliche I-Wort zu benutzen :D) fragen…

Also Fakt ist ja aber, dass man dann rechtlich auch nicht sicher ist. Die Chance dort abgemahnt zu werden ist als kleiner Account sicher eher gering, aber genau so ist sie das wohl auch für kleinere Blogs. Wieso also sollte ich meinen mühevoll aufgebauten Blog in den Wind schießen um dann auf einem anderen Medium rechtlich angreifbar zu sein? Zumindest eben im Falle, dass man auch über Samples schreibt oder bezahlte Beiträge postet…oder eben diese in der Vergangenheit hatte, denn da kann ich mir nicht vorstellen, dass man im Falle einer Abmahnung sagen könnte “Ja, aber damals hatte ich ja noch ein Impressum”.

Also das sind halt meine Gedanken zu der ganzen Sache, bei der ich mich frage wie andere damit umgehen oder ob eventuell jemand eine Möglichkeit kennt ein Impressum zu haben ohne eine eigene Website…eventuell gibt es da ja einen Service von dem ich nie gehört habe? Ich wollte es zumindest mal ansprechen, wo ich diese Gedanken vom reinem Insta-Account in letzter Zeit doch häufiger höre und wie gesagt auch selber schon daran gedacht hatte.

Auf jeden Fall aktuell ziemlich verwirrende Zeiten im Internet, die einem den Kopf rauchen lassen. Ich hoffe, dass uns möglichst viele schöne Blogs erhalten bleiben, es wäre so schade drum, findet ihr nicht auch?

Zur DSGVO gibt es viele viele Beiträge mit Tipps und Anleitungen (für Blogspot Blogs bleibt da einiges ja noch abzuwarten, aber ich denke Google wird da schon noch was machen, sie haben ja auch kürzlich das SSL eingeführt…), aber ganz aktuell gibt es von der lieben TanteDine eine ausführliche Checkliste zum nachlesen, vielleicht hilft das schon mal einigen weiter.

17 Kommentare

  1. Vanessa

    Ich kann auch nicht glauben, wie viele Leute jetzt aufgeben. Dank Dine habe ich fast alles fertig. Und man liest sich eben auch schnell ein.
    Vor allem die Frage mit dem Impressum stelle ich mir aber auch. Vielleicht kann uns jemand mal aufklären :)

    Ich danke dir für deinen Beitrag und hoffe jeman klärt uns auf :)

    Xoxo Vanessa

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    1. Nadine von tantedine.de

      Hey liebe Talasia :)
      Ich versuche alles aufzusagen und umzusetzten. Für mich war es damals die einzig sinnvolle Entscheidung zu WordPress.org zu wechesel weil ich so Herr meiner Daten bin und, soweit es mir möglich ist, alles anpassen kann. Mir ist auch nicht wohl bei dem Gedanken an den 25.05. aber auf der anderen Seite denke ich, dass ich schon gut vorbereitet bin und wir einfach ein paar Gerichtsurteile abwarten müssen.
      Mit dem Impressum in den Sozialen Medien ist es mir auch schon so oft aufgefallen und ich habe dazu auch ein Gerichtsurteil in eine Gruppe gepostet. Anscheinend ist es vielen aber total egal…Das zieht dann natürlich die runter, die alles erdenklich Mögliche machen um alles rechtssicher umzusetzen – mich eingeschlossen.

      Ich persönlich würde nicht alles in ein soziales Medium legen, was die Macht über mich hat. Stichwort Instagram Algorhytmus. Ein selbstgehosteter Blog ist 10000x mehr wert und man kann dort alles selbst steuern. Das ist doch viel schöner :)

      Liebe Grüße
      Nadine von tantedine.de

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  2. Liz MiniMe

    Der Gedanke kam mich auch schon, nur Insta – kein BLog. Aber tatsächlich hat mich der Gedanke meinen BLog ganz zu schließen echt erschreckt! Eigentlich kommt das für mich nicht in Frage. Also plage ich mich mal da durch, werde einiges Abspecken und auch sicher Hilfe in Anspruch nehmen müssen – aber der Blog bleibt!
    Viele liebe Grüße,
    Liz MiniMe

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  3. Julia

    Ich habe in den letzten Wochen auch sehr viel Zeit in meinen Blog investiert, zum Einen wegen dem Umzug zu WordPress (der den letzten Anstoß auch durch die DSVGO bekommen hat) und zum Anderen eben wegen der neuen Datenschutzrichtlinien. Ob ich zu 100% alles richtig gemacht habe, weiß ich nicht, aber ich habe mein Bestes getan!
    Meinen Blog zu schließn kam für mich nicht in Frage. Und ich bin froh, dass du auch bleibst! :) es ist schade, wie viele Blogger im Moment gehen.

    Ach und Danke für den Hinweis mit dem Impressum im Insta Account. Ich wusste nicht, dass das Pflicht ist und habe es jetzt hinzugefügt :)
    Liebe Grüße, Julia

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  4. Tama

    Meine Herrn, jag mir doch nicht so nen Schrecken ein! I’ll call it Clickbait!! :-D Scherz
    Also ich glaub ich kenne persönlich keine Blogger der deshalb aufgegeben hat, allerdings war ich in letzter Zeit auch recht untätig und hab nicht so viel mitbekommen, aber meine 4-5 Favs sind immer noch da, von daher ist für mich noch alles gut in der Bloggerwelt.
    Ich denke aber auch, dass der Bloggerschwund etwas Gutes hat; immerhin haben wir Blogger in den letzten Jahren immer mehr mit halbherzigen Kollegen zu tun die den Ruf der Blogger insgesamt einfach schädigen. Ich mein Jeder der irgendwann mal von Bekannten gesagt bekommen hat, wie toll er schminken kann, macht einfach irgenwie en Blog auf und nennt sich großspurig Blogger ohne sich auch nur im Geringsten ernsthaft mit der Materie auseinander zu setzen. Oder denk doch nur an die unzähligen Testblogs, die nur da sind um kostenlose Produkte abzugreifen und drüber zu berichten und das ohne Bezahlung, wodurch die Verhandlungen mit den Firmen für Kooperationen einfach schrecklich geworden sind…
    Durch die DSGVO werden auch sicherlich einiger dieser Kollegen ihre Sachen packen, weil es ihnen zu viel Arbeit sit. Im Endeffekt bleiben im Großen und Ganzen nur die übrig die wirklich bock haben, die sich informieren und die es auch Ernst nehmen. Sicherlich gibts einige die sich en Sch*** drum kümmern, aber dafür gibts ja die “tollen” Abmahnanwälte ;-) Ich versuchs einfach positiv zu sehen.
    Dank Nessi hab ich mich ja nun gekümmert und hab nix mehr zu befürchten. Bissel Bammel hab ich zwar auch noch – wenn man Fehler finden will, findet man die (kennt man ja ausm Berufleben).
    Für mich wirds dann mal Zeit für ne Rechtsschutzversicherung – wenn da jemand ne Gute hat, nur her damit ^^
    Liebe Grüße und danke für den Mini Herzinfarkt heute morgen,
    Tama <3

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    1. Talasia

      Also ich habe extra “Blogschließungen” und nicht “Blogschließung” genommen, da es um allgemeine geht, ich wüsste jetzt auch nicht wie ich das Thema anders hätte benennen sollen als so, ohne das Thema eben ganz weg zu lassen ^^

      Hm, ich seh das eigentlich nicht so ganz wie du. Ich habe da nicht so ein “Konkurrenzdenken” und finde es total ok, dass jeder der mag einen Blog eröffnet. Was ist falsch daran? Ich habe 2010 auch meinen Blog auf gemacht obwohl ich zu dem Zeitpunkt noch echt schlecht geschminkt habe. Hätte ich deswegen keine Berechtigung dazu gehabt mir ein schönes Hobby aufzubauen, durch das man sich weiter entwickelt und viel Freude hat? Und dürfen nur Leute einen Blog haben, die super schminken? Also der Meinung bin ich wirklich nicht ^^ nach diesem Kriterium hätten die meisten Leute keinen Blog anfangen dürfen, denn man muss es ja eben erstmal alles lernen. Die wenigsten fangen glaube ich mit super mega Schminkünsten an ^^ und am Anfang war ich auch nicht wirklich in der Materie drin.

      Und ja…Testblogs muss man nicht mögen, finde aber auch dass sie eben ganz normal ihre Daseinsberechtigung haben. Ich finde jedes sollte da einfach so machen dürfen wie er mag. Und ich habe eben schon von so einigen Blogs gehört die ich gerne mochte, dass sie schließen oder bereits geschlossen haben. Dort wurden natürlich auch Zeitgründe und anderes genannt, aber wenn wir alle mal ehrlich sind wird es die DSGVO gewesen sein, die da den meisten Leuten den Anstoß gegeben hat. Sonst hätten sie den Blog vielleicht einfach weiter bestehen lassen oder einfach unregelmäßig mal gebloggt, aber so liegt es dann natürlich nahe doch lieber ganz dicht zu machen.

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  5. FiosWelt

    Ich finde das ganze Thema auch ziemlich schwierig. Dank Tantedine habe ich schon vieles umsetzten können, aber sicher sein kann man sich ja irgendwie nie… Die Idee mit der Rechtsschutzversicherung, ist vielleicht gar keine schlechte Idee…

    Liebe Grüße
    Fio

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  6. Dajana

    Da ich bei wordpress.com bin , bin ich irgendwie machtlos … Von daher weiß ich immer noch nicht , ob ich weiter mache oder nicht !? Und von daher weiß ich auch nicht , ob ich auf Insta weiter mache oder nicht …
    Blöder Kreislauf .
    Ich gehe erstmal bei TanteDine gucken :)
    liebe grüße dajana

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  7. Chrissi

    Ich finde es auch schade, das soviele wegen DSGVO aufgegeben haben. Aber wenn man wie ich selber bei Blogger ist und jetzt selbst 1 1/2 Wochen vor dem Fristende immer noch wegen einigen Einstellungen was von Googel kommt kann ich es auch verstehen. Sitze da ja auch auf heiße Kohlen. Ich finde persönliche vieles auch einfach übertrieben für mich als kleiner Blogger der das nur als Hobby macht. Aber mir fällt es persönlich auch schwer das Hobby auszugeben.
    Ich bin mal gespannt wie es weiter läuft.
    VG Chrissi

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  8. Saskia

    Das ist wirklich traurig. Ich hoffe, dass ich die DSGVO schon einigermaßen gut umgesetzt habe und die Möglichkeiten noch etwas einfacher werden. Wird schon irgendwie werden, denke ich mir.

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  9. Silvia Arto

    Ich freue mich über Alle die Bleiben. Schließlich habe ich Euch abonniert,weil ich gerne etwas von Euch erfahren möchte und freue mich über jeden Post von unglaublich tollen Frauen😉

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  10. kunterdunkle

    Bei Blogger soll es jetzt bald ein Update geben, dass man zumindest die Möglichkeit bekommt, dsgvo-konform zu werden. Warten wir es ab, es bleibt spannend. Ich werde zum 24.05. den Blog erst einmal auf “privat” umstellen und dann schauen. Mir ist klar, dass mein Blog nur ein ganz kleines Licht am Bloggerhimmel ist, nur ist den Abmahn-Anwälten das egal, die haben Programme, mit denen sie Blogs finden können – und ich habe da echt keine Lust drauf.
    Soweit ich konnte habe ich alles umgestellt und harre jetzt den Dingen, die da kommen.
    Dass so viele ihre Blogs geschlossen haben, finde ich auch sehr schade und habe mich auch schon gefragt, wie das mit den “Insta-Bloggern” wegen der Impressumspflicht laufen soll.
    Irgendwo hatte ich gelesen [frag mich nicht, wo das war, ich habe so viel über die dsgvo gelesen ^^], dass es bei Facebook und Instagram bald eine Möglichkeit geben soll, ein Impressum einzupflegen. Es bleibt spannend.

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  11. Geri

    Das ist so schade, dass so viele Blogger ihre Blogs löschen. Ich selbst habe auch schon darüber nachgedacht, mich aber dagegen entschieden. Ich bin wirklich glücklich, dass ich damals den Schritt gewagt habe zu WordPress zu wechseln. Es ist zwar einiges zu tun, aber nicht unmöglich. Ich werde mir den Beitrag von TanteDine durchlesen. Alles umgesetzt habe ich leider noch nicht.

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  12. Rica Neuhaus

    Ich finde es unheimlich schade, dass so viele gerade ihre Blogs löschen oder zumindest vorerst lahmlegen. Aber ich kann die Beweggründe genauso gut verstehen, da die Umstellung eben auch Zeit und Mühen kostet, da muss man für sich selbst abwägen, ob es sich lohnt oder nicht. Für mich persönlich war es allerdings keine Alternative, auf Instagram umzusteigen. Dafür hängt mir mein Blog zu sehr am Herzen und in Instagram müsste ich mich dazu auch erst einmal mehr reinhängen :D Aber sehr interessanter Beitrag, auch deine Meinung zu hören!

    Liebe Grüße,
    Rica von Ivory Beauty

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